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Bauwissen: Duktiler Pfahl
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Bauwissen: Duktiler Pfahl

Der duktile Pfahl ist ein Fertigpfahlsystem und Teil des Tiefgründungssystems. Er wird industriell vorgefertigt und aus dutktilem Gusseisen hergestellt.

Am Einsatzort werden die einzelnen Pfahlsegmente in einer beliebigen Länge zusammengesteckt - ganz ohne Spezialwerkzeug. Die Pfahllänge ist bestimmt durch die jeweiligen Baugrundverhältnisse am Einsatzort. Maximalhöhe sind 50 Meter. Mit Hilfe eines hydraulischen Schnellschlaghammers wird der duktile Pfahl in den Boden gerammt („einvibriert“).

Im Anschluss daran wird der Pfahl auf die gewünscht Länge gekürzt, indem er an der bestimmten Stelle abgeschnitten wird. Das abgetrennte Rohr wird sofort wiederverwendet. Es dient als sogenanntes Anfängerrohr für den nächsten Pfahl.

Soviel in einem einfachen Pfahl

Duktile Pfähle sind unkompliziert, wirtschaftlich und sicher. Dies geht als Schlussfolgerung aus den vielen Vorteilen, die dieses System bietet, heraus. Es besticht unter anderem mit einer einfachen Baustelleneinrichtung, der wegfallenden Nachbearbeitung der Pfahlköpfe und dem kaum zusätzlichen Verkehr auf der Baustelle. Eine Bohrgutabfuhr fällt ebenfalls nicht an. Niedrige Investionskosten, eine geringe Arbeitsplanung, das Wegfallen von Verschnitt und der geringe Verschleiß sind weitere Vorteile.

Bei einer relativ kurzen Bauzeit erfolgt eine hohe Produktionrate - bis zu 450 Meter pro Tag sind möglich. Der geringe Bedarf an Personal und Baustelleneinrichtung optimiert den Baustellenablauf um ein Vielfaches. Durch das sogenannte Rammkriterium wird die Tragfähigkeit der Pfähle noch während des Bauvorhabens überprüft und sichergestellt.

Das Einrammen der duktilen Pfähle in den Boden erzeugt kaum Erschütterung, was dieses Tiefgründungssystem attraktiv für Standorte neben vibrationsempfindlichen Gebäuden macht. Es ist ohne Bedenken in der Nähe jeder Baute einsetzbar.

Ein duktiler Pfahl findet in vielerlei Bereichen Anwendung: